Inforaum

Ohne Worte – das Projekt
Corona verändert unsere Kommunikation.
Ohne Worte lotet aus, welche Chancen die Mittel der Kunst und Gestaltung für unsere Kommunikation bieten – in Online- wie in Präsenzformaten, in Bildung und Business, mit und ohne Maske.
Das Projekt entstand unter dem Eindruck der Pandemie, hat sich aber in der Zusammenarbeit mit den bisher involvierten Künstler*innen, Illustrator*innen, Schüler*innen und Kommunikationsexpert*innen darüber hinaus zum Dokument einer Zeitwende entwickelt.
Kunst als Kommunikationsprothese im digitalen Raum?

Die Erfahrung der Pandemie hat die Mittel und Formen des sozialen Umgangs und der Kommunikation dramatisch verändert. Vorher selbstverständlich-unmittelbare Begegnungen wurden von Spielarten des distanzierten Sozialisierens überlagert:
Die Infragestellung des Präsenzunterrichts an Schulen erfordert eine neue digitale Bildungs- und Lernkultur, der Blick in das private Wohnzimmer des Geschäftspartners wirkt plötzlich nicht mehr indiskret,  Kindergeschrei im Hintergrund gehört (fast) zum guten Ton. Das Händeschütteln weicht dem Lächeln, das seinerseits durch Masken verdeckt wird – verzerrt im Kampf der Hygienedemonstranten um bürgerliche Rechte.
Ohne Worte startete während des Lockdowns mit der Frage, wie sich die Kommunikation gestalten lässt, wenn die Wahrnehmbarkeit von Mimik, Gestik, Gruppendynamik in Videokonferenzen schwindet. Die technischen Tücken der Systeme, die fehlende ganzheitlich Wahrnehmung der Gesprächspartner, die emotionale Verkürzung des Austauschs: Unsere Kommunikation verändert sich durch die Distanz, wir müssen uns gegenseitig neu lesen lernen, neue Spielregeln und Methoden
– Kommunikationsprothesen im virtuellen Raum – entwickeln und anwenden.
Ohne Worte umkreist diesen neuen Erfahrungshorizont und zeigt ihn kaleidoskopartig  und aus verschiedenen Perspektiven.Ohne Worte wird unterstützt
durch ein Projektstipendium der Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Corona-Kulturpakets „Hessen kulturell neu eröffnen“.


Instagram: 9ormal
Initiative
Innitiative, Konzept und Umsetzung
9ormal Gbr
Petra Schröder, Grafikdesignerin
Antje Voigt, Architektin

Gefördert durch ein Projektstipendium
Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst im Rahmen des Corona-Kulturpakets
„Hessen kulturell neu eröffnen“

Beteiligte Künstler*innen und Illustrator*innen
Ida Hübner, Frankfurt am Main
Marie Herbert, Frankfurt am Main
Henrike Fiedler, Berlin
Phyllis Kiehl, Frankfurt am Main
Frank Kunert, Boppart

Schulprojekt mit der
KGS Niederrad Frankfurt

Weitere Partner
Museum für Kommunikation Frankfurt
Heussenstamm Stiftung